Ab wann du mit dem Babyschwimmen anfangen kannst

Babyschwimmen - ab wann

Ab wann Babyschwimmen sinnvoll ist, ist und bleibt ein Streit unter Pädagogen und Experten.

Im Netz kursieren Altersangaben zwischen wenigen Tagen, acht Wochen, und sieben Monaten.

Manche Ratgeber setzen die ‚Kopfkontrolle‘ als besten Zeitpunkt für das Babyschwimmen.

Für manche Schwimmschulen hängt sinnvolles Alter von der Wassertemperatur und dem Chlorgehalt des Schwimmbads ab.

Was nun?

Sinnvolles Alter lässt sich pauschal nicht nennen und hängt von vielen Faktoren ab.

Du solltest mit dem Babyschwimmen anfangen, wenn diese Bedingungen erfüllt sind:

  1. Wenn dein Baby eine allergische Veranlagung hat, ist eine Rücksprache mit dem Kinderarzt notwendig.
  2. Dein Baby neigt nicht zu Infekten.
  3. Der Kurs findet außerhalb von Erkältungszeiten statt.
  4. Der Kurs ist für dein Gefühl bezahlbar.
  5. Das Schwimmbad ist nah dran und nicht überfüllt.
  6. Dein Baby ist im Schwimmbad entspannt.

Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, kann das Babyschwimmen warten. Nutze für die Wassergewöhnung die Badewanne zu Hause.

Lass dich in diesem Fall nicht verunsichern oder unter Druck setzen.

Viele Eltern bekommen schlechtes Gewissen, wenn sie keine Zeit für das Schwimmen oder keinen Platz in einem Kurs gefunden haben.

Spätestens mit sechs Monaten sollte doch das Babyschwimmen abgehackt sein!

Vielleicht wirst du das Entsetzen einer Freundin erleben: Waaaas? Ihr ward immer noch nicht beim Babyschwimmen?

Babyschwimmen kann ein schönes Erlebnis sein.

Aber ihr werdet auch ohne Schwimmbadbesuche und ohne das Babyschwimmen im ersten Lebensjahr nichts verpassen.

Die Nähe zu deinem Kind im Wasser kannst du auch in der Badewanne zu Hause erleben.

Wenn die Bedingungen stimmen, wird dein Kind auch im zweiten Lebensjahr ausreichend Erfahrungen sammeln, um sicherer Schwimmer zu werden und schöne Momente erleben.

Auch das Babyschwimmen ist einer der Kurse, die jungen Müttern dringend empfohlen werden. Wie die Massage ist es in erster Linie eine Freizeitgestaltung – und bei der sollten sich alle Beteiligten wohlfühlen.

http://www.sueddeutsche.de/

Ab wann zum Babyschwimmen?

Ich empfehle den frühsten Einstieg im Alter von sieben Monaten.

Mit sieben Monaten haben sich alle Familienmitglieder aneinander und an das neue Baby gewöhnt, die meisten Fragen zum Stillen, Schlafen und der Ernährung sind beantwortet, so dass ihr euch auf eine neue Welt mit neuen Fragen einlassen könnt.

Gleichzeitig empfehle ich die Erfahrungen im Wasser zu Hause respektvoll zu begleiten: Dazu gehören Ruhe und achtsames Begleiten von den kindlichen Äußerungen.

Babyschwimmen: Bis wann eigentlich?

Die meisten Schwimmschulen definieren mit 12 Monaten das Babyalter als abgeschlossen.

Schwimmschule Altersgrenze in Monaten
Aquaphinebis 12
Blubb bis 7 und bis 12
Swim Stadtwerke München3-6 und 6-12
Wassermäuse3-7 und 8-14
Berliner Bäderbis 18
online-Schwimmkurs Childrentrustbis 24

Wenn dein Kind für das Angebot in deiner Nähe ‚zu alt ist‘, frage den Veranstalter, ob eine Teilnahme trotzdem möglich ist.

Alternativ empfehle ich regelmäßige selbstorganisierte Schwimmbadsuche.

Ohne Kurs: Ab wann mit dem Baby ins Schwimmbad?

Die Kriterien für das richtige Alter für einen Babyschwimm-Kurs gelten auch für Schwimmbad- oder Thermenbesuche. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kannst du ab 7 Monaten mit den ersten Schwimmbadbesuchen anfangen.

Der erste Schwimmbadbesuch ist für dein Baby wie eine Landung auf einem fremden Planeten: Die Geräusche, die Raumdimension, die Schwerkraft, das Gefühl der durchnässten Schwimmwindel am Körper und Deiner nassen Haut ist eine wahnsinnige Reizüberflutung.

Manche Kinder reagieren mit großer Anspannung oder dem Schreien auf die Überreizung.

Ich empfehle vor dem Einstieg ins Wasser erstmal in der Halle anzukommen.

Lass deinem Baby Zeit, sich umzuschauen.

Verzichte auf Lieder, das Ziehen deines Kindes durch das Wasser oder anderes Bespielen.

Dann hat es eine Chance all die Sinnesreize zu integrieren.

Mit dem Baby ins Freibad

Im Freibad oder am Strand sind Babys starker Sonne ausgesetzt – ganz besonders dann, wenn sie im Wasser sind.

Grundsätzlich gehören Babys in den Schatten.

Wenn du trotzdem in ein Freibad möchtest, empfehle ich entweder früh morgens oder nach 17 Uhr schwimmen zu gehen.

Besonders morgens kannst du das Bad ohne großen Andrang genießen.

Trotz sommerlicher Temperaturen kann das Wasser in einem Schwimmbad in unseren Breitengraden für ein Baby zu niedrig sein.

Verlasse das Becken, wenn die Lippen blau anlaufen.

Grundsätzlich sollten Kinder mit Wunden nicht in öffentliche Gewässer: Weder in einen See, noch in ein Schwimmbad oder Freibad.

Alternative zum Freibad

Wenn dein Baby selbständig zum Sitzen kommen und sich auch aus dieser Position ‚befreien‘ kann, empfehle ich eine Zwei-Komponenten-Umgebung für den Aufbau in einem Garten, Freibad oder am Strand:

Ein möglichst niedriges Planschbecken mit ca. 15 cm Wassertiefe und einen Sonnenschirm.

Babys, die noch nicht von alleine sitzen können, sich jedoch auf den Bauch drehen können, sind mit einer flachen mit Wasser gefüllten Schüssel schon sehr zufrieden.

Wenn du keinen Garten oder keine Terrasse/Balkon hast, kannst du das Set im Freibad aufbauen.

Um das Planschbecken zu befüllen, kannst du mit einem Eimer ein wenig warmes Wasser aus der Dusche holen.

Suche dir einen Platz der Nähe von den Duschen, um deinen Rücken zu schonen.

Mit dem Baby ins Freibad – worauf du achten solltest:
Babys gehören in den Schatten.

  • Ziehe deinem Baby auch im Schatten UV-Schutzkleidung an, denn das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen. Trage mineralische Sonnencreme auf: Die Haut von Babys ist besonders durchlässig.
  • Babys können sehr schnell dehydrieren. Achte darauf, dass an besonders heißen Tagen dein Baby genug trinkt.
  • Babys kann es zu warm werden, ohne dass wir es schnell genug merken. Eine Hitzerschöpfung oder sogar ein Hitzschlag (Wärmestau) können Folge sein. Beuge diesem Problem mit ausreichendem Schatten und Trinken vor.

Babyschwimmen: Was mitnehmen?

✓ Was mitnehmen? Was braucht man im Schwimmbad?

✓ Was dem Baby anziehen?

✓ Nichts mehr vergessen mit den besten Checklisten im Netz ->

Die richtige Schwimmwindel

Schwimmwindeln von dm und Rossmann sind schnell beim nächsten Einkauf um die Ecke gekauft.

Gibt es Alternativen?

Sind Mehrwegwindeln die bessere Wahl – ganz besonders dann, wenn das Schwimmen nicht auf zehn Mal beschränkt wird?

Schwimmwindeln haben die Aufgabe, das große Geschäft zu halten – sowohl im Schwimmbad, als auch am See oder Meer. Allerdings kommt es selten vor, dass Babys im Wasser Stuhlgang haben.

Einwegschwimmwindeln

Hersteller & Gewicht Preis & Stückzahl
7-13 kg 17,99
11 Stück
7-13 kg 12,99
11 Stück
7-15 kg8,99
12 Stück
7-15 kg9,99
12 Stück

Mehrwegschwimmwindeln

Hersteller & Alter Preis
0-3 Jahre14,49
0-2 Jahre15,05

Schwimmwindeln Tests

Test-Vergleiche empfiehlt die Einwegwindeln von Huggies. Allerdings sind die Bewertungskriterien fragwürdig, da die Abschlussbewertung auf keinen Zusammenhang zu den Kriterien schließen lässt.

Interessant ist, dass in der Leserabstimmung ImseVimse mit 31% ganz vorne, gefolgt von Huggies liegt.

Auch ich empfehle die Aquawindeln von ImseWimse.

Sie fangen das große Geschäft ab und schränken die Bewegungsfreiheit nicht zu sehr ein.

Eine zusätzliche Einlage ist aus unserer Sicht nicht nötig und daher nur ein randständiges Verkaufsargument.

TIPP: Schone die Umwelt und verzichte auf Einwegschwimmwindeln.

Wir empfehlen eine Einwegwindel in der Schwimmtasche zu verstauen, falls doch ein Malheur passiert und die Mehrwegwindel lieber zu Hause wäschst.

So kann der Badespaß stressfrei fortgesetzt werden.

Die Packung Einwegwindeln kannst Du mit anderen Familien teilen.

Babschwimmen: Die ultimativen Checklisten (zum Ausdrucken)

Checkliste für das Babyschwimmen

Kapuzenhandtuch
✓ Brei, Snack oder Fläschchen
✓ Babyautositz – sehr praktisch, um den Nachwuchs sicher abzulegen und sich in der Zeit anzuziehen
✓ Wickelauflage
✓ Der Dauerhit: Weleda Calendula Babycreme
✓ Wenn die Duschen keine Handbrausen haben: einen Messbecher oder ein anderes konisches Gefäß
✓ Babymütze für den Rückweg
✓ Kapuzenhandtuch
✓ Zwei Plasiktüten oder Plastikdosen (umweltschonender) für die Windeln und die nassen Badeanzüge

Checkliste für dich

✓ Badeanzug/Bikini – wird oft vergessen 😉
✓ Badelatschen
✓ Handtücher: je länger der Aufenthalt, desto mehr Handtücher
✓ Tampons oder eine Menstruationstasse
✓ (Reise)Fön: Damit du nicht in der Schlange stehen musst

Checkliste für das Freibad oder den Strand

UV-Schutzkleidung (möglichst langärmig)
✓ Sonnenhut – mein heißer Tipp FinKid
Mineralische Sonnencreme
Strandmuschel
✓ Spielmaterialien ab sechs Monaten: Schüssel, Nudelsieb, Holzkochlöffel oder großer Löffel

Die Anti-Packliste – Was du lieber nicht mitnehmen solltest

Am Anfang ist allein das Element Wasser erfüllend genug.

Spielzeuge lenken Kinder ab und verhindern basale Erfahrungen mit den Händen, wie das Patschen, Streichen, Versuchen das Wasser zu ergreifen.

Spielzeuge lenken ebenso von der Wahrnehmung aller Körperempfindungen ab.

Spare lieber Dein Geld für den nächsten Urlaub.

Was ist sinnvoller?

Am Anfang ist die Tasche mit Handtüchern, Badelatschen und Pflegeprodukten gut gefüllt. Spielmaterialien sind nicht nötig.

Später reichen eine kleine Schüssel und ein Nudelsieb aus.

Schwimmringe, Schwimmflügel oder andere aufblasbare Schwimm’hilfen‘

Experten raten von jeglichen Schwimmhilfen ab – ganz besonders von Schwimmflügeln.

Mit Experten meine ich Pädagogen, die verstanden haben

  • wie Wahrnehmung funktioniert
  • wie sensorische Integration funktioniert und was dieser Prozess braucht
  • was intrinsische Motivation ist und welche Bedeutung sie für das Lernen hat
  • welchen Zusammenhang zwischen Freude und dem Lernen besteht
  • was Kinder brauchen, um ins Flow zu kommen und welche Bedeutung Flow für das Lernen hat
  • selbst erfahren haben, wie sich Kinder verhalten, wie sie wirken, wenn sie ausreichend Zeit und Ruhe für das Sammeln von Erfahrungen bekommen.))

Halte Ausschau nach solchen Pädagogen!

Du kannst auch ohne ein Psychologie- oder Pädagogikstudium diese Bedingungen für dein Baby schaffen.

Du wirst staunen wie einfach es ist, wenn du dich von dem Gedanken verabschiedest, dass dein Baby nur lernen kann, wenn du es eng führst oder ihm Dinge zeigst.

Was ist sinnvoller?

Kann dein Baby sitzen, solltest du ihm an einer Treppe die Möglichkeit geben, in seinem Tempo seine Erfahrungen zu sammeln.

Solange dein Kind nicht sicher schwimmen kann, solltest du dich in Armlänge aufhalten, falls es abrutscht und aus Versehen untertaucht. (Bis ein Kind ohne durchgehende Aufsicht schwimmen kann, dauert es Jahre. Schwimmhilfen entlassen dich nicht von der Aufsicht.)

Schwimmflügel versetzen die Kinder in eine ungünstige Position, können von den Ärmchen abrutschen und verhindern komplett das Erfahren des Auftriebst: Dein Kind weiß nicht, was ihn trägt.

Wenn du mit deinem Baby in stehtiefes Wasser willst, genieße es seine Nähe, beobachte, wann es sich für die Umgebung interessiert, wann es eine Pause macht und sich an dich anschmiegt.

Babyschwimmen auf einen Blick

  • Beginne mit einem Babyschwimmkurs oder dem ersten Schwimmbadbesuch ab ca. sieben Monaten.
  • Entscheidend ist, wie du die Erfahrungen mit dem Wasser beim Baden begleitest: Respektvoll und in aller Ruhe.
  • Gehe regelmäßig ab dem zweiten Lebensjahr mit deinem Kind schwimmen.
  • Achte beim Schwimmen im Freien auf ausreichend Sonnenschutz und Flüssigkeitszufuhr.
  • Benutze lieber eine Stoffschwimmwindel.
  • Nimm im ersten Lebensjahr den Autositz mit.
  • Dein Baby braucht keine Spielzeuge und Schwimm’hilfen‘.
  • Tauche dein Baby nicht ein – auch nicht unter Anleitung. Du kannst dich auf den Atemschutzreflex nicht verlassen.
  • a couple of years ago
  • Babys
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