Über mich

Mit sieben Jahren habe ich angefangen Cello zu spielen. Es war eigentlich das falsche Instrument. Doch ich schluckte die Entscheidung aller Erwachsenen und wurde schließlich mit 14 Jahren an der Hochschule der Künste in Berlin für das Hauptfach Cello als Jungstudentin aufgenommen.

Mit 18 war mit dem Cellospielen Schluss. Ich habe auf alten Synthesizern Musik gemacht und unter dem Pseudonym DJ Ivy hin und da Platten aufgelegt.

Danach folgten lange Jahre an der Uni: Mein Magister habe ich in Erziehungswissenschaft und Musikwissenschaft gemacht.

Bereits während des Studiums habe ich in der Schulforschung gearbeitet. Das war mein Jackpot! Innerhalb kürzester Zeit raste ich durch soziologische und philosophische Literatur - begleitet von einer der besten Professorinnen für Erziehungswissenschaft.

Nach sechs Jahren Forschung folgten Lehraufträge an der Uni Hannover und der Uni Potsdam.

Mit größter Überzeugung packte ich wohl damals das nächste Projekt an: Eine Dissertation über den Umgang mit Kinderarmut in Kindertagesstätten. Hochschwanger machte ich die letzten Datenerhebungen in einem neuköllner Kindergarten.

Bis hinerhin lief alles nach Plan - eher dem Plan meiner Eltern ;-)


Doch dann - in einer ruhigen Novembernacht - wurde ich Mutter eines kleinen Sohnes. Dies sollte der Wendepunkt meines Lebens sein.

Es hat lange gedauert bis ich endlich verstanden habe, was mir wirklich wichtig ist, was mich seit meinem vierten Lebensjahr wurmt:

Warum sind einige Kinder so lebendig, warum sprudeln einige Kinder nur so vor Kreativität und andere nicht?

Ich selbst gehörte eher zu der zweiten Gruppe: Mit vier Jahren habe ich äußerst bewusst den Verlust des Zugangs zu mir selbst erlebt. Ich habe meine Fähigkeit zum Spielen verloren.

Es mussten 30 Jahre vergehen, bis ich sie wiedergefunden habe: Da lag dieses kleine Wesen und WOLLTE. Es wollte einfach nur mich und wachsen!

Bereits in meinem Studium wusste ich ungefähr, welche Bedingungen diesen Wachstumswillen befördern. Nach sechs Jahren Schulforschung wusste ich, welche Bedingungen diese natürlichen Wachstumsprozesse töten.
Nun gehe ich seit sechs Jahren zusammen mit meinem Sohn seinen Weg der Entfaltung und meinen Weg der Nachentfaltung.

Erst die eigene Körperarbeit hat das, was doch alle erreichen, manche erzwingen wollen, so absolut eindeutig die Antworten auf meine Fragen beantwortet.

Der Körper hat aus meiner Sicht eine ungeheure Intelligenz und ist eine Quelle von sehr konkreten Rückmeldungen. Wird seine Selbstorganisationsfähigkeit respektiert - ganz besonders in den ersten drei Lebensjahren - kann sich eine fantastische Bewegungsqualität entwickeln.

Das Aufwachsen unter diesen Bedinungen schlägt sich ummittelbar auf das Selbstgefühl, das Selbstbewusstsein und damit auf das Lebensgefühl aus.
Über diese Prozesse und dafür optimale Bedinungen schreibe ich hier.


Du bekommst auf diesem Blog wertvolle praktische Tipps, Wissen und Anleitungen. Du lernst, wie du Probleme in der Bewegungsentwicklung vermeiden und lösen kannst. Du wirst gelassener und dein Kind zufriedener sein.

Was Dich hier erwartet

Du bekommst wertvolle und praktische Tipps, wissenschaftlich fundiertes Wissen und Anleitung über freie Entwicklung und Bindung.
Ich zeige Dir unseren Weg des Freilernens.

Du wirst hier eine Achtung-Haltung erleben: Gute Tipps und Ratschläge sind das eine. Sie helfen Dir erst, wenn Du sie nicht umsetzt, sondern für DEIN Kind überprüfst und ggf. transformierst.

AUCH DEIN KIND KANN FREILERNEN

Was ich unter Freilernen verstehe

Freilernen beginnt mit dem ersten Lebenstag.

Freilernen ist eine respektvolle Haltung gegenüber den natürlichen Wachstumsbedürfnissen von Kindern.

Freilernen ist die Entwicklung eines Sensors für zufällige Lernprozesse. Selbst eine Pfütze, ein Sandhügel oder eine Ameisen können Orte von Lernen und Bildung sein.

Freilernen bedeutet für mich nicht automatisch eine Absage an jegliche Bildungsinstitutionen. Laut der PISA-Studie habt ihr als Familie den größten Einfluss auf die Bildungswege von Kindern - nicht die Schule. Freilernen ist also trotz Regel- oder Alternativschule möglich.

So lernen wir frei! Schau Dir hier unsere Spielszenen der letzten sieben Jahre an: